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Hermann Platzer, der Gründer und künstlerische Leiter des Ensembles bis Juni 2002, und Monika Fahrnberger, die für die Organisation und Planungsfragen innerhalb der Gruppe, sowie für die stimmliche Weiterbildung der einzelnen Mitglieder und auch der gesamten Gruppe verantwortlich ist, arbeiten nun schon seit beinahe 25 Jahren in verschiedenen Gruppen und musikalischen Arbeitsgebieten zusammen.
Dazu gehörte zuerst einmal unsere Zusammenarbeit im Chor der Katholischen Hochschulgemeinde Wien (einem großen Chor mit zeitweise etwa 50 Mitgliedern), was sich dann nach einiger Zeit in den Kammerchor eben dieser Gemeinde veränderte und endete mit der Gründung eines Solistenensembles mit 14 Mitgliedern in den 90er-Jahren. Die genannten Chöre haben immer schon eine große Bandbreite verschiedener Musikrichtungen gesungen, von Werken der Renaissance bis hin zu zeitgenössischer Musik, und zwar hauptsächlich für Konzerte. Jedes Mitglied, das auch am religiösen Leben der Gemeinde interessiert war, war herzlich dazu eingeladen, in den liturgischen Feiern auch einen musikalischen Dienst wahrzunehmen, allerdings war eine derartige Zusammenarbeit niemals um jeden Preis angestrebt, oder sogar zwingend erfolrderlich. Zum Konzertchor gehören, war die eine Sache, die Teilnahme in der Liturgie eine gänzlich andere.
Andere Musiker kennezulernen war schon immer ein wichtiger Punkt in der Philosophie unserer Chorgruppen, weil wir die Musik als eine "universellere Sprache" sehen. Und so versuchten wir, "unser Schärflein" zu dieser Idee beizutragen und gründeten im Jahr 1991 eine Reihe "Begegnungen in Wien". Im Rahmen dieses Programmes luden wir drei Chöre aus Staaten des früheren Ostblocks nach Wien ein, um hier sowohl einen Ferienaufenthalt zu verbringen als auch Konzerte zu geben. Die ausgewählten Chöre kamen aus der (früheren) DDR (Kammerchor der pädagogischen Fakultät Erfurt), Litauen (Kammerchor "Jauna Muzika", Vilnius) und der Tschechoslowakei (Chor "Technik" der Technischen Universität Bratislava).
Die Erfahrungen waren intensiv und interessant, doch wir wollten noch einen Schritt weiter gehen. Und so gründeten wir als Konsequenz daraus den "Multinationalen Kammerchor in Österreich", der seit 1992 jedes Jahr bis 2001 während einer Zeit der Hauptferien im Sommer abgehalten worden war und zu dem immer talentierte Teilnehmer aus (im Prinzip der ganzen Welt, aber in der Praxis vor allem) osteuropäischen Ländern, die entweder gute Kenntnisse der deutschen oder englischen Sprache mitbrachten, eingeladen worden waren, an einem Kammerchorlager und Abschlußaufnahmen und Konzertprogrammen in Österreich teilzunehmen. Zur Zeit ist die Veranstaltung in dieser Form ausgesetzt, da die aktuelle Leitungsgruppe den temporären Beschluss gefasst hat, momentan das Folgeprojekt "Tage der Alten Musik Wien" intensiver zu betreiben. Da der Beschluss aber temporär ist, kann es möglich sein, dass zukünftig wieder ein Kammerchorteam eingeladen wird. Sollten Sie also daran Interesse haben, an einer solchen Veranstaltung mitzuwirken, nehmen Sie bitte jedenfalls per Email Kontakt mit mir auf!
Die "Wurzeln" der gegenwärtigen Gruppe 'Mosaik' liegen im 'Multinationalen Kammerchor in Österreich' des Jahres 1993: Damals hatten wir unglaublich intensive Teilnehmer aus der Slowakei dabei und merkten, daß wir eigentlich sehr nahe bei einander lebten (geographisch! Es liegen nämlich nur 65 Kilometer zwischen Bratislava und Wien, allerdings mit einem Schengen-Außengrenzübergang dazwischen.).
Daher beschlossen wir, daß wir ab Jänner 1993 versuchen wollten, als ständige kulturelle bi-nationale Kooperation bestehend aus Mitgliedern aus Bratislava und Wien zusammenarbeiten wollten. Der Traum wurde wahr, und das Resultat ist die Gesamtformation Mosaik heute. Sie besteht derzeit aus zwei Slowaken und sieben bis neun Österreichern (das genaue Verhältnis verändert sich von Zeit zu Zeit je nach Zeitplanung in den einzelnen Projekten und Verfügbarkeit von interessierten Sängern). Das System unseres Ensembles funktioniert allerdings "je nach Nachfrage": Wir treten in allen möglichen Besetzungen auf, angefangen von zwei Leuten, die dabei helfen, in der Liturgie Psalmen zu singen über oftmaligen Quartett- und Quintettauftritte bis hin zur "großen" Gruppe von zehn Leuten.
Aktuell besteht die Gruppe aus:
In verschiedenen Besetzungen reisten wir in die (ehemalige) DDR, die tschechische Republik, nach Südafrika, Irland, Australien, die Niederlande, die USA, sowie auch zu verschiedenen Orten in unserem Heimatland Österreich, u. a. nach St. Lambrecht und Thomatal, um nur zwei zu nennen.
Das Ende der Saison 2001/02 brachte auch eine Veränderung in Bezug auf die künstlerische Leitung der Gruppe mit sich: Der langjährige Mitsänger und Orgel und Kirchenmusik studierende Musiker Manfred Novak erklärte sich zur Übernahme der musikalischen Verantwortung und der Leitung der Gruppe bereit, nachdem Hermann Platzer diese Aufgabe abgegeben hatte. Viel Neues ist seit damals bereits geschehen!
Unser kommendes Konzert wird ein "Überraschungsprogramm im Sommer" sein, wir werden es am Freitag, 27. Juni 2008 singen und über nähere Details zu Ort und Programm noch zeitgerecht informieren.
Sollten Sie wissen wollen, was es mit uns Neues gibt - sehen Sie nach unserer Information im ChoralNet oder klicken Sie hier, um Informationen zu unseren kommenden Auftritten abzurufen!
Derzeit sind wir bereits an der Probenarbeit für das genannte Konzerte im Juni, davon abgesehen, sind auch schon wieder die Vorbereitungsarbeiten zu den kommenden zwei Treffen der 'Tage der Alten Musik', einem weiteren multinationalen Musiktreffen unter der Leitung von Manfred Novak, im Gange.
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© Monika
Fahrnberger, 2007